Maisernte in Niedersachsen angelaufen

Nach einer durchschnittlichen Getreideernte in diesem Sommer rechnen die niedersächsischen Landwirte mit einem regional unterschiedlichen Maisertrag. «Auch hier wird der Standort und die Niederschlagsmenge über Qualität und Quantität entscheiden», sagte der Vorsitzende des Pflanzenausschusses im Landvolk Niedersachsen, Karl-Friedrich Meyer. Je nach Region werde spätestens zu Wochenbeginn das Mähen beginnen.


«In unserer Region im Weserbergland hatten wir ausreichend Niederschlag und daher erwarten wir eine gute Ernte», sagte Meyer. Viele Maispflanzen hätten zwei Kolben ausgebildet und eine Größe von nahezu vier Metern. «Wo der Regen fehlte, werden die Ernteerwartungen aber nicht erfüllt. Es ist wie beim Getreide: Die Niederschlagsverteilung entscheidet über die Erträge - und diese Unterschiede sind regional sehr groß.» Im vergangenen Jahr war die Maisernte an einigen Standorten wegen der großen Trockenheit schlecht oder ganz verloren.


Die Futterpflanze mittelamerikanischen Ursprungs hat in diesem Jahr von den warmen Temperaturen sowie den Niederschlägen profitiert. Während die Getreideanbaufläche (ohne Körner-Mais) 2020 in Niedersachsen mit 744 000 Hektar den tiefsten Stand seit 1950 mit gut 850 000 ha erreicht hat, steigt die Anbaufläche für Mais stetig. «Landwirte legen heute mehr Wert auf breitere Fruchtfolgen. Das führt dazu, dass sich der Maisanbau in der Fläche ausgedehnt hat», sagte Meyer.


Rund 600 000 Hektar wurden in Niedersachsen in diesem Jahr mit Mais bepflanzt. Auf 540 000 Hektar wird Silomais angebaut, der zu 60 Prozent als Futter verwendet wird und zu 40 Prozent in Biogasanlagen landet. Auf dem Rest der Fläche wird Körnermais angebaut. Mit der Ernte von einem Hektar Mais können drei bis vier Milchkühe ein Jahr lang gefüttert werden.

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